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Purna Steinitz

Purna Steinitz

Der Cowboy-Yogi

... Als ich 19 Jahre alt war, wurde ich vom U.S. Federal Government wegen Umgang mit Drogen zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Ich wurde für drei Monate in ein Regionalgefängnis nach Florida gebracht.

Am ersten Tag hinter Gittern sprach ich mit einem 17 Jahre alten, dunkelhäutigen Mann, der weder lesen, noch schreiben, noch auf irgendeine andere Art gewandt kommunizieren konnte. Er war gerade wegen Mordes vor Gericht gestellt und zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Im Gespräch mit ihm wurde mir klar, dass er kein faires Verfahren bekam, unabhängig davon, ob er den Mord begangen hatte oder nicht. Es fehlte ihm an Erziehung und Geld, und die Justiz in den Staaten ist daraufhin ausgerichtet, arme Leute in den Knast zu stecken, während Leute, die sich einen guten Anwalt leisten können, Aussicht auf eine relativ kurze Haftstrafe haben. Nachdem ich mit diesem jungen Mann gesprochen hatte, schwor ich mir, etwas zu unternehmen.

Durch eine Reihe von ‘Zufällen’ ergab es sich, dass ich 1996 eingeladen wurde, in einem staatlichen Gefängnis ein Training zu leiten, das sich “Das Event” nennt. Von einem Psychologen, der 16 Jahre vorher selbst im Gefängnis gesessen hatte, wurde ich ausgebildet, 'Das Event' zu leiten.

Die Arbeit, die ich mit Gefangenen geleistet habe, ist weit über das hinausgegangen, was ich 30 Jahre vorher in jener Englischstunde im Sinn hatte. Nach meiner Erfahrung sind die Männer und Frauen, die im Gefängnis leben, weitgehend frei von den Phantastereien und Illusionen, die im konventionellen Leben vorherrschen. Wie es in einigen spirituellen Traditionen heißt: diese Menschen sind “auf den Grund gestoßen”. Ich habe herausgefunden, dass Menschen nur dann eine Möglichkeit haben, eine bleibende Transformation zu erleben, wenn sie auf den Grund stoßen. Meine Erfahrungen in der Gefängnisarbeit haben enorm positiv auf meine eigene Praxis gewirkt. Ich sehe Menschen, die hinter Gittern leben, nicht als ‘schlechte Menschen’ an, sondern vielmehr als zutiefst menschliche Wesen, geradeso wie wir alle es sind. Jeder von uns ist in seinem Leben mit Herausforderungen konfrontiert, und wir wissen nicht notwendigerweise, wie wir damit in konstruktiver Weise umgehen können.”



Finale:

“Der Weg nach Hause”
Sonntag, 7. September, 17.45 – 18.30 Uhr


Worte aus Purna Steinitz’ Schriften

„Einer der schönsten und gleichzeitig scheinbar schmerzhaftesten Aspekte des Weges wird ‚die Wunde der Liebe’ genannt, ‚das gebrochene Herz’ oder ‚Verletzlichkeit’.

Das Gehirn kann auf zwei Arten funktionieren. Zum einen verteidigen wir uns gegen Verletzung und Enttäuschung, oder gegen Schmerz, der zu groß ist, um ihn aushalten zu können. Unsere Verteidigungsmechanismen schützen uns vor dem Mangel an Sensibilität und vor der Brutalität der profanen Welt.

Die andere Gehirnfunktion liegt in der Verletzlichkeit selbst. Unsere Bereitschaft, das Leiden des Lebens ganz und gar zu erleben, ermöglicht eine Alchemie, die uns von der Abwehr zur Akzeptanz dessen, was ist, führt. Der wirkliche Mensch wagt sich immer wieder mutig hinaus, um zu erfahren, was das Leben in Wirklichkeit ist - Freude und Schmerz, frei von Projektionen. Und wir verstehen von vornherein, dass das Leben nicht notwendigerweise sicher ist.
Ich spreche hier nicht über ein psychologisches Modell. Nicht über die hinterlassene Traurigkeit unserer Kindheit, sondern vielmehr darüber, dass wir für immer damit aufhören können, unsere Energie darauf zu verschwenden, uns vor Verletzung zu schützen. Wenn unser gebrochenes Herz für jeden sichtbar wird, dann werden wir weich, statt dass wir durch Ärger und Angst getrieben sind."


Kurze Biographie

Bereits in jungen Jahren setzte Purna Steinitz sich für Kinder ein, die von anderen schikaniert wurden. Er war seit jeher ein Vorkämpfer für die Unterdrückten und jemand, der für die Wahrheit eintritt.

15 Jahre lang leitete er Trainings für Persönlichkeitsentfaltung. Er ist der Begründer des “The Event”-Trainings und des CAMP-Programms, das Tausende kennengelernt haben. Erschüttert von den menschenverachtenden Zuständen in US-amerikanischen Hochsicherheitsgefängnissen, gründete Purna Steinitz das CHANGES Programm mit der Idee, den Menschen in diesem Umfeld ein Gefühl von persönlicher Würde und Selbstachtung zu vermitteln.

1998 wurde Purna Steinitz als Lehrer in der Linie von Yogi Ramsuratkumar autorisiert. Er gründete die Trimurti Community, die der Übertragung eines authentischen spirituellen Weges gewidmet ist, wie sie von der Baul-Tradition in Bengalen, Indien gelehrt wird. Purna Steinitz glaubt an Gemeinschaft: nicht in dem Sinne, dass Leute miteinander leben müssen, sondern dass sie auf dem Weg der Transformation eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig unterstützen. Nach seiner Überzeugung ist dies die wahre Heilkraft, die uns in einer Zeit großer Umbrüche zur Verfügung steht.


Buchempfehlungen:

  • Upasritan. Nuts and Bolts Volume I, Hohm Press 2007


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