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Conference 2008
...what is it and how
to travel it wisely?

Rückschau 2008

Barbara Märtens


Véronique Desjardins


Bert Hellinger


Lee Lozowick


Tessa Bielecki


Nigel Hamilton


Malidoma Patrice Somé


Purna Steinitz


Im Vortragssaal


Teilnehmerstimmen vom Kongress:

Ein Moment der Rückschau auf den Kongress jetzt am Ende des Jahres. Was bleibt mir? Ich bin bereichert. Da erlauben mir acht großartige Menschen, einen Einblick zu nehmen in ihren jeweiligen Weg. Mehr noch, in ihr Sein. Alle präsentieren sich echt, authentisch, schnörkellos, wahrhaftig. Alles Attribute, nach denen ich mich sehne im täglichen Leben, die ich selbst leben will. Doch wie?
Da gab es einen Konsens. Wenn ich mich selbst so sehe und akzeptiere wie ich bin, ohne Selbstjustiz und Bewertung, so ist dies ein Schritt in die Freiheit.
Denn mein Bewusstsein ist nicht getrennt von dem „puren“ Bewusstsein – es kommt alles aus einer Quelle. Wenn ich „mein Bewusstsein“ vertiefe, und ganz die bin, die ich bin und akzeptiere, was jetzt ist, wie es ist, so ist dies sehr kraftvoll. Dann „geschieht“ Transformation.
Und zu hause?
Das tun, was gebraucht und gewünscht wird von mir. Ganz ehrlich und einfach, mit einem gesunden Maß an Selbstbeobachtung und Selbstvertrauen in der Gewissheit, dass Gott mich so will, gerade jetzt, als die, die ich bin. Ich brauche mich nicht zu verbiegen? Nein. Dies habe ich erlebt durch die Begegnung mit acht verschiedenen Lehrern und Lehrerinnen, und es wirkt!
(O.K., Westerstede)


Wir waren beeindruckt von den Rahmenbedingungen, für die Sie ja verantwortlich waren, vor allem aber auch von den Referenten. Durch diese führenden Persönlichkeiten der verschiedensten spirituellen Traditionen konnten wir einen Einblick in ihre Lehren bekommen und fühlten uns reich beschenkt.
Der gesamte Kongress war wirklich einzigartig. Ein großes Kompliment und ein herzliches Dankeschön an Sie.
(B. und H. A., Frankfurt)


  Der Path-of-Transformation-Kongress in Hamburg war für mich ein äußerst beeindruckendes Erlebnis. Zwar hatte ich ,ich anfangs nur wegen ein paar Referenten angemeldet, war dann aber von der Qualität aller Vortragenden äußerst positiv überrascht. Die Qualität des Vortrags beschränkte sich hierbei nicht nur auf die tiefe der Aussagen und den Grad des spirituellen Wissens, sondern insbesondere auf den hinterbleibenden Eindruck, den die Referenten aus den unterschiedlichsten Traditionen auf mich gemacht haben. Egal, ob Christen, Sufis, Bauls oder andere - bei allen hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht um Scharlatane oder Schein-Heilige handelt, sondern dass sie in der Tat etwas zu vermitteln hatten. Lee Lozowick sprach davon, dass nicht so sehr der Inhalt seines Vortrages wichtig sei, sondern dass tatsächlich noch eine andere Form der Übertragung stattfinden würde. Und das habe ich in der Tat so empfunden. Daher waren die Tage in Hamburg für mich ein intensives, kraftvolles, t iefes und humorvolles Erlebnis, das ich nie mehr vergessen werde und das mir wertvolle Hilfe für meinen weiteren Weg gegeben hat. Ich bedanke mich bei den Veranstaltern und werde auf jeden Fall bei der nächsten Konferenz wieder dabei sein. So viel echte Spiritualität ist sonst schwer zu finden.
(K.J., Freiburg i. Br.)


Der Kongress hat mir sehr gut gefallen. Ich habe mich danach gleich zu einer weiteren Veranstaltung von Bert Hellinger, den ich in Hamburg zum ersten mal gesehen habe, angemeldet. Auch die Vorträge der anderen Referenten, die ich zum Teil kannte, haben mir sehr gefallen. Ich würde gerne wieder teilnehmen. Die Organisation war perfekt, die Räumlichkeiten auch, das Essen ein bißchen wenig kreativ. Eine Unterstützung bei der Hotelsuche im Vorfeld wäre schön.
(C.L., Hasselberg)


In 48 Stunden einmal um die (spirituelle) Welt – ein Kongressbericht

Schon die Ankunft in Hamburg machte gute Laune. Strahlender Sonnenschein am Dammtorbahnhof, der nur 10 Minuten Fußweg vom Rudolph Steiner Haus entfernt ist, in dem der Path of Transformation-Kongreß stattfindet. Leider komme ich erst am Freitagmittag an, habe also schon die Vorträge von Barbaras Märtens und Tessa Bielecki verpasst. Andere Teilnehmer berichten mir aber begeistert von den Vorträgen der beiden.
Mein erster Vortrag wird von Véronique Desjardins gehalten, der Ehefrau und Schülerin des französischen Lehrers Arnaud Desjardins. Schon bei meiner ersten Begegnung mit ihr hatten mich ihre sparsamen, anmutigen Bewegungen fasziniert, genauso wie die Tiefe ihrer Erfahrung als Schülerin, die aus ihren Erzählungen deutlich wird. Auf einer so großen Bühne vor fast 150 Zuhörern wird aber auch ihre Schüchternheit deutlich. Man muss gut zuhören können, um ihren Ausführungen über den Weg des Advaita Vedanta, des rückhaltlosen Ja zum allem, das ist, folgen zu können.

Am Freitagabend folgt einer der Höhepunkte der Veranstaltung. Bert Hellinger tritt auf. Mit ihm ist eine ganze Reihe von meist jungen Anhängern gekommen, die ihn offensichtlich sehr verehren. Den Meister jetzt persönlich zu erleben, erfüllt mich mit großer Vorfreude und Spannung. Der 82-Jährige steht in einem schwarzen Anzug mit schwarzem Hemd auf der Bühne und für ihn ist sie keinesfalls zu groß. Mühelos füllt er den Raum aus, und kreiert spielend ein Gemeinschaftsgefühl unter den nun fast 200 Besuchern im großen Saal. Er hat darauf bestanden, nur in Deutsch zu reden und duldet auch keine Übersetzung. Immer wenn Hellinger in seinem Vortrag praktisch wird, spüre ich die große Kraft seiner Arbeit. Wie zum Beispiel als er auf der Bühne eine Familienaufstellung ihren Lauf nehmen lässt, ohne vorher ein Wort mit den Stellvertretern zu reden. Keiner weiß, wer er ist und trotzdem bewegen sich alle wie magisch in einer Art skurrilem Ballett, kommen sich näher oder entfernen sich voneinander, bis der Meister findet, jetzt sei es genug.
Bert Hellingers Ausführungen zur „natürlichen Mystik“: statt Erklärungen gibt es Allgemeinplätze. Als er Zuschauer nach vorne kommen lässt, um Fragen zu beantworten und sich immer so nah neben den Fragesteller setzt, dass er sie oder ihn fast erstickt, möchte ich raus laufen.

Am Samstagmorgen wird er zum Glück wieder praktisch und leitet 200 Leute im Raum auf einmal an, ihrer Mutter zu verzeihen. Ein starkes Erlebnis, das mich ganz tief berührt. Auch an diesem Tag lässt Hellinger wieder Menschen mit ihren Problemen einzeln auf die Bühne kommen. Wieder lässt er sich die Situation nicht erklären, sondern erspürt das Problem, indem er sich dicht neben die Person setzt. Er antwortet nur mit einem oder zwei Worten, und meist gehen die Menschen mit strahlendem Gesicht von der Bühne. Vielleicht sollte Bert Hellinger keine Vorträge halten, sondern nur praktisch arbeiten?

Die Pausen auf diesem Kongress sind kurz, von Erholung kann keine Rede sein. Lee Lozowick, der amerikanische Lehrer der westlichen Baul-Tradition, ist an der Reihe. Auch ihn habe ich schon mehrfach gehört. Der Kontrast zu seinem Vorredner könnte nicht größer sein. In Blue Jeans und über der Hose hängendem Hemd nimmt der bärtige Mr. Lee im Schneidersitz auf dem Sofa Platz. Hier kommt einer, der nur er selbst sein will, egal, was die anderen denken. In den folgenden zwei Stunden lässt er die Zuhörer am Strom seiner Gedanken teilnehmen, die mal hier-, mal dorthin hüpfen, erzählt Geschichten und provoziert immer wieder, in dem er das Thema Sex sehr ausführlich behandelt. Sein zweistündiger Vortrag zum Thema „Alchemie von Liebe und Sexualität“ folgt keiner logischen Struktur, auch wenn Mr. Lee keinen Gedankengang unbeendet lässt, egal wie oft er sich selbst unterbricht, um einem neuem Gedanken zu folgen. Die äußerlich verrückte, oft provokante Show schreckt einige Zuhörerinnen ab. Mehre Frauen verlassen demonstrativ den Raum.

Ich bin jedoch fasziniert von der Präsenz des Mannes auf der Bühne und von seiner Art, durch die vielen Worte hindurch mit mir in Kontakt zu sein. Im Gegensatz zu seinem betont unheiligen Vortrag strahlt seine Person eine große Verletzlichkeit und Reinheit aus. Mr. Lee ist seit über 30 Jahren ein spiritueller Lehrer, Autor vieler Bücher und Poet, und er weiß ganz sicher, was er tut. Während er meinen Verstand mit amüsanten und weniger amüsanten Geschichten unterhält, passiert etwas mit meinem Inneren. Am Ende des Vortrages bin ich immer noch leicht verwirrt, aber auch leichter und fröhlicher geworden.
In seiner zweiten Sitzung beantwortet Mr. Lee Fragen, obwohl er dieser Art von Interaktion kritisch gegenüber steht. „Die Vorträge sind für euch, um Fragen zu finden, nicht um Fragen beantwortet zu bekommen!“ Nach dieser Einleitung gibt es aber dennoch einige Mutige, die Fragen stellen, meist sehr persönliche Fragen, die Mr. Lee oft weitschweifig, aber dennoch mit großer Ernsthaftigkeit beantwortet.

Ich könnte jetzt auch nach Hause gehen und die bisherigen Eindrücke dieses Kongresses erst einmal verdauen, aber dazu bleibt keine Zeit. Nach dem Abendbrot folgt der Vortrag des afrikanischen Schamanen Malidoma Somé. Das Publikum im Rudolf Steiner Haus hat sich wieder ein bisschen verändert. Auch für Malidoma sind einige neue Gäste gekommen, die ihn schon kennen. Zu meiner Überraschung ist die erste Stuhlreihe wie schon den ganzen Tag lang mit den anderen Vortragenden des Kongresses besetzt. Ein schönes Zeichen für die Einheit des spirituellen Weges und den Respekt untereinander. Malidoma lässt die ersten Stuhlreihen im großen Saal abbauen, damit er mit seinen Zuhörern auf einer Ebene sein kann. Mit einer großen Trommel sammelt er erst einmal alle ein und fordert zum Tanzen auf. Mühelos zieht ein Stück Afrika in den Saal. Zunächst tastend und vorsichtig und dann immer ausgelassener beginnen die Menschen zu tanzen und zu singen. Wieder sind wir eine große Gemeinschaft.

Malidoma erzählt von der Weltsicht der Dagara, in der die Lebenden fest mit ihren Ahnen verbunden sind, die Hilfe und Schutz gewähren. Jeder Mensch kommt aus der Welt der Ahnen und wird mit einem bestimmten Auftrag geboren. Es ist Aufgabe der Gemeinschaft , den Neuankömmling so aufzuziehen, dass er seinen Auftrag erfüllen kann. Niemand ist arbeitslos oder gar wertlos. Davon können Westler nur träumen.
Die Verbundenheit mit den Ahnen verbindet Malidoma Somés Spiritualität mit Bert Hellinger, der ebenfalls betont, dass die Lebenden und die toten Familienmitglieder miteinander in Verbindung stehen. Die zwei so unterschiedlichen Lehrer haben einen gemeinsamen Kern. Am späten Samstagabend entlässt uns der Afrikaner mit der Aufforderung, für ein Ahnenritual am nächsten Tag Fotos unserer Vorfahren, rote Stoffe und Kerzen mitzubringen. Für Auswärtige keine einfache Aufgabe.

Am Sonntagvormittag schwirrt der Raum vor freudiger Erwartung. Die Erfahrenen unter den Teilnehmern nehmen die Vorbereitungen in die Hand. Entsprechend ihres Geburtsjahres sind die Teilnehmer jeweils einer von fünf Gruppen zugeordnet, die die verschiedenen Teile des Rituals vorbereiten. Ich gehöre zur Gruppe, die den mit den Ahnen in Kontakt getretenen Menschen anschließend Nahrung gibt. Die Nahrung müssen wir erst noch auftreiben. So wie Malidoma das Ritual anfängt, ist es erst einmal eine Übung im Improvisieren und im Vertrauen darauf, dass alles da sein wird, was wir brauchen. Im Raum entsteht ein mit roten Tüchern geschmückter Altar, auf dem die mitgebrachten Fotos angeordnet werden. Die Vorbereitungen nehmen mindestens zwei Stunden in Anspruch. Ich werde nervös, da ich gleich im Anschluss einen Zug nach Hause nehmen muss. So viele Menschen im Raum wollen an diesem Ritual teilnehmen und alles scheint völlig ungeplant zu sein. Wie soll das gehen?

Während der nächsten eineinhalb Stunden tut Malidoma scheinbar nichts anderes als unermüdlich seine Trommel zu schlagen und ein bestimmtes Lied zu singen, das die Ahnen ermuntert, mit uns in Kontakt zu treten. Die Teilnehmer sind aufgefordert vor den Altar zu treten, den Ahnen ihre Anliegen, ihre Wünsche und Probleme vorzutragen und sie aufzufordern, Hilfe zu schicken. Zunächst fühlt sich das merkwürdig an, aber die aufgeheizte Stimmung im Raum und die Trommel tragen auch mich vor die lange Galerie der Fotos. Es ist schwer zu sagen, was genau dort mit mir passiert, aber ich mache eindeutig eine sehr kraftvolle Erfahrung davon, dass ich nicht alleine bin und meine Probleme und Wünsche auch nicht alleine lösen muss.
Meine Zeitsorgen sind unbegründet. Die hervorstechendste Eigenschaft eines Schamanen ist es, Zeit und Raum außer Kraft setzen zu können. Auf wundersame Weise sind alle zur vorgesehenen Zeit fertig und Malidoma beendet das Dagara-Ritual mit einem kurzen Satz: „Sehr gute Arbeit. Räumt das da auf!“

Auf der Heimreise im Zug bin ich immer noch mit ihm und dem Ritual verbunden. Um mich herum herrscht Chaos unter den Reisenden, da etliche andere Züge ausgefallen sind. Mich kann das alles nicht berühren. Zur rechten Zeit tut sich immer ein Sitzplatz für mich auf und ich schwebe wie in einer anderen Welt nach Hause.
Ich werde beim nächsten Kongress auf alle Fälle wieder dabei sein!
(K. G., Frankfurt)


 
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